Lehre / Vorlesung 02

Das Engineering-Team eines Embedded-Projekts

Die zweite Vorlesung zeigt, warum ein Embedded-Projekt nicht einfach ein Softwareteam mit etwas Elektronik ist. Firmware, Hardware, Mechanik und Delivery bilden ein gekoppeltes System.

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Kernideen

Kernideen

01

Hardwareentscheidungen bilden eine Kette

Die Chipwahl ist nur der Anfang: Stromversorgung, Taktung, Schnittstellen, Schutz, ESD/EMV, BOM-Verfügbarkeit und Lieferantenrisiken folgen unmittelbar.

02

Drei Engineering-Ströme

Firmware, Hardware und Mechanik müssen parallel arbeiten und ihre Schnittstellenbedingungen laufend synchronisieren.

03

Architektur verbindet die Disziplinen

Architekt oder Technical Lead hält Systemgrenzen, Schnittstellen, Trade-offs und das gemeinsame technische Gesamtbild zusammen.

04

Management beseitigt Hindernisse

Im Servant-Leadership-Modell schützt der Manager den Arbeitsfluss, löst Abhängigkeiten und macht Delivery-Risiken sichtbar, statt Engineering zu mikromanagen.

05

Embedded besitzt eine physische Lieferkette

PCB-Fertigung, Bauteile, Prototypen, Gehäuse, Montage, Logistik und Testmittel beeinflussen direkt den Softwareterminplan.

06

Spezialrollen folgen dem Risiko

Test, Functional Safety, Cybersecurity, DevOps/CI, Fertigung und Compliance werden dort ergänzt, wo das Produktrisiko sie verlangt.

Kernaussage

Praktische Kernaussage

Das Team sollte um Schnittstellen und Risiken herum organisiert werden, nicht um isolierte Jobtitel. Viele späte Embedded-Probleme entstehen an den Grenzen zwischen Disziplinen.